Titelbild Fachverband Traumapädagogik

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Der Fachverband Traumapädagogik

Es ist und war in der Geschichte der Menschheit unumstritten, dass körperliche Verletzungen oft zu bleibenden Schäden führen. Die Frage nach den bleibenden Folgen seelischer Verletzungen, z.B. bedingt durch körperliche und sexuelle Gewalt, Vernachlässigung und Hunger u.a. stellen sich moderne Gesellschaften erst seit kurzer Zeit. Bald wurde jedoch deutlich, dass herkömmliche und bewährte Methoden sich häufig als zu wenig wirksam erwiesen – diese Erfahrungen setzten ein breites Forschungsinteresse im medizinisch-therapeutischen und später auch im pädagogischen Rahmen in Gang.
 
Kinder und Jugendliche, erst recht mit seelischen, geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen, wurden in dieser Diskussion zumeist übersehen: Zu sicher war sich auch die wissenschaftliche Gesellschaft, dass sich vergangene Ereignisse gleichsam "auswachsen". Gefühle, Erinnerungen – auch Schmerzen im gleichmachenden und schmerzabschaltenden Dunkel der Vergangenheit verschwinden: Übrig sollten helle Kindheitsbilder bleiben – zumindest in dieser Lesart. Eine Haltung, ein Vorgehen welches, wie wir heute wissen, schwere seelische Folgen für die Betroffenen hatte und bis heute hat. Kinder, Jugendliche und Erwachsene brauchen nach traumatisierenden Ereignissen und Lebenserfahrungen häufig Begleitung im Alltag: Ein Wissen und eine Haltung, die vielen PädagogInnen und TherapeutInnen derzeit häufig noch fehlt.

Der Fachverband Traumapädagogik hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Wissen zu verbreitern und die Diskussionen und Fortbildungen in traumabezogener Pädagogik in die verschiedenen pädagogischen Arbeitsfelder zu tragen. Darüber hinaus ist sie Forum für entsprechende fachliche Diskussionen und Stichwortgeber zur Initiierung notwendiger Veränderungsprozesse, sowie Streiter in allen gesellschaftlichen Feldern, in denen die Belange betroffener, vor allem junger Menschen berührt sind.

KONTAKT


Fachverband Traumapädagogik
Netzwerk für psychosoziale Fachkräfte e.V.

 
Mödsiek 40
33790 Halle/Westf.

Telefon: +49 (0)5201 / 50 23
E-Mail: info[at]fachverband-traumapaedagogik.org
Web: www.fachverband-traumapaedagogik.org

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NEWS

 

Newsletter aktuell

Der neu gewählte Vorstand der BAG Traumapädagogik traf sich am 4./5. Oktober 2013 zu einer Klausur. Ein halber Tag wurde mit dem bisherigen Vorstand verbracht, um eine reibungslose Übergabe realisieren und gemeinsam einen strategischen Ausblick auf die kommenden Aufgaben vornehmen zu können. 

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30.03.2014: Stellungnahme der BAG Traumapädagogik zur Schließung der Haasenburg

Aus Perspektive der BAG Traumapädagogik und des Schutzes der Kinder vor erneuten Traumatisierungen kann die geschlossene Unterbringung in einer im Vergleich zu den über 60‘000 stationären Jugendhilfemaßnahmen sehr überschaubaren Zahl von Fällen eine notwendige und unvermeidbare Ultima Ratio sein, wobei eindeutige Indikationskriterien für eine geschlossene Unterbringung definiert werden sollten, so dass die Indikation für einen Freiheitsentzug gezielt und rechtzeitig gestellt und nicht erst nach einer Leidensgeschichte und dem Scheitern mehrerer offener Angebote eingeleitet werden kann.

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PUBLIKATIONEN

Literatur: Wilma Weiss: Philipp sucht sein ich

Eine Praxis- und Orientierungshilfe der BAG Traumapädagogik

Birgit Lang / Claudia Schirmer / Thomas Lang / Ingeborg Andreae de Hair / Thomas Wahle / Jacob Bausum / Wilma Weiß / Marc Schmid (Hrsg.)

 

 

Näheres zu diesem Buch sowie weitere Publikationen und Empfehlungen der Bundesarbeitgemeinschaft Traumapädagogik finden Sie <<hier...>>


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