Titelbild Fachverband Traumapädagogik

Wir haben einen anderen Namen, aus BAG-Traumapädagogik wurde der Fachverband Traumapädagogik - Netzwerk für psychosoziale Fachkräfte

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Es ist und war in der Geschichte der Menschheit unumstritten, dass körperliche Verletzungen oft zu bleibenden Schäden führen. Die Frage nach den bleibenden Folgen seelischer Verletzungen, z.B. bedingt durch körperliche und sexuelle Gewalt, Vernachlässigung und Hunger u.a. stellen sich moderne Gesellschaften erst seit kurzer Zeit. Bald wurde jedoch deutlich, dass herkömmliche und bewährte Methoden sich häufig als zu wenig wirksam erwiesen – diese Erfahrungen setzten ein breites Forschungsinteresse im medizinisch-therapeutischen und später auch im pädagogischen Rahmen in Gang.
 
Kinder und Jugendliche, erst recht mit seelischen, geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen, wurden in dieser Diskussion zumeist übersehen: Zu sicher war sich auch die wissenschaftliche Gesellschaft, dass sich vergangene Ereignisse gleichsam "auswachsen". Gefühle, Erinnerungen – auch Schmerzen im gleichmachenden und schmerzabschaltenden Dunkel der Vergangenheit verschwinden: Übrig sollten helle Kindheitsbilder bleiben – zumindest in dieser Lesart. Eine Haltung, ein Vorgehen welches, wie wir heute wissen, schwere seelische Folgen für die Betroffenen hatte und bis heute hat. Kinder, Jugendliche und Erwachsene brauchen nach traumatisierenden Ereignissen und Lebenserfahrungen häufig Begleitung im Alltag: Ein Wissen und eine Haltung, die vielen PädagogInnen und TherapeutInnen derzeit häufig noch fehlt.

Der Fachverband Traumapädagogik hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Wissen zu verbreitern und die Diskussionen und Fortbildungen in traumabezogener Pädagogik in die verschiedenen pädagogischen Arbeitsfelder zu tragen. Darüber hinaus ist sie Forum für entsprechende fachliche Diskussionen und Stichwortgeber zur Initiierung notwendiger Veränderungsprozesse, sowie Streiter in allen gesellschaftlichen Feldern, in denen die Belange betroffener, vor allem junger Menschen berührt sind.

NEWS

Literatur: Hey, ich bin normal!

»Hey, ich bin normal!« das neue Buch von Expertinnen für ExpertInnen

Herausfordernde Lebensumstände im Jugendalter bewältigen. Perspektiven von Expertinnen und Profis

Erstmalig schreiben Mädchen und junge Frauen, die herausfordernde Lebensumstände gemeistert haben, mit Profis ein Buch zum Traumaverstehen und darüber, was hilft, zurechtzukommen. Es macht Jugendlichen Mut und hilft pädagogischen Fachleuten.

»Hey, ich bin normal!« ist der Titel und gleichzeitig die Botschaft des vorliegenden Buches. Erstmalig schreiben Expertinnen für herausfordernde Lebensumstände mit Profis ein Buch für Kinder und Jugendliche und Profis zum Traumaverstehen. Die Expertinnen sind Mädchen und junge Frauen, die herausfordernde Lebenssituationen überstanden, gemeistert haben und es noch tun. Sie wissen, um was es geht. Und sie schreiben mit Profis vor allem darüber, was hilft, zurechtzukommen. Die Autorinnen haben Teile ihrer Lebensgeschichte aufgearbeitet und sich in Workshops mit den Herausgeberinnen in die traumapädagogische Theorie eingearbeitet. All dies wird so erklärt und beschrieben, dass es Kinder- und Jugendliche verstehen, daran anknüpfen können und vielleicht Mut gewinnen für eigene Wege. Ebenso ist es ein Buch für Fachkräfte in den erzieherischen Hilfen, des Jugendamtes, Therapeuten, Pflegeeltern, Menschen in Bildungseinrichtungen und viele andere mehr.

 

Fortbildung "Traumapädagogik in Schule

Mit der Fortbildung „Traumapädagogik in Schulen“ vermitteln die Mitglieder der Arbeitsgruppe Schulen im Fachverband Traumapädagogik die notwendigen Voraussetzungen, um den Lebensort Schule als sogenannten „sicheren Ort“ zu gestalten. Aus einer traumapädagogischen Grundhaltung und der Annahme des guten Grundes können tragende Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen mit traumatischen Erfahrungen entwickelt werden oder entstehen. Hierfür bedarf es Fachwissen und Kompetenzen. Psychoedukative Anteile der Fortbildung schaffen gleichermaßen psychische Entlastung der Fachkräfte, sowie auch der Kinder und Jugendlichen. Sie ermöglichen Souveränität und Handlungssicherheit in schwierigen Situationen.

„Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder die Möglichkeit haben, innerhalb des schützenden Rahmens ihre Lern- und Leistungsfähigkeit zu entdecken und zu entwickeln, um somit überhaupt die Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulbesuch zu schaffen.“ (Hoffart/Möhrlein 2009)

Zielgruppe:             Lehrkräfte aller Schularten und pädagogische Fachkräfte, die im schulischen Rahmen tätig sind.

Veranstaltungsort:   Seminarräume Gisa Marburg

Termine:                 19. und 20.10.2018 / 09. und 10.11.2018 / 22.02.2019

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PUBLIKATIONEN

Literatur: Wilma Weiss: Philipp sucht sein ich

Eine Praxis- und Orientierungshilfe der BAG Traumapädagogik

Birgit Lang / Claudia Schirmer / Thomas Lang / Ingeborg Andreae de Hair / Thomas Wahle / Jacob Bausum / Wilma Weiß / Marc Schmid (Hrsg.)

 

 

Näheres zu diesem Buch sowie weitere Publikationen und Empfehlungen der Bundesarbeitgemeinschaft Traumapädagogik finden Sie <<hier...>>


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