Flucht ist kein Verbrechen — Einladung zur Denkwerkstatt am 23. Februar 2019 in Frankfurt am Main

Flucht ist kein Verbrechen — Einladung zur Denkwerkstatt am 23. Februar 2019 in Frankfurt am Main

Liebe Menschen mit und ohne Fluchthintergrund,

Wir unterstützen seit Monaten, seit Jahren geflüchtete Menschen. Wir begleiten sie seit den ersten schwierigen Tagen im Ankunftsland, nach langer Zeit des Wartens, in ihrer Trauer, ihrem Schmerz, auch ihrer Wut,  ihrer Motivation und ihrer Kraft, ein neues Leben aufzubauen. Wir sehen, dass Folter, Krieg, der Verlust ihrer Liebsten und die Isolation hier in Deutschland die Seele dieser Menschen fast zerstört hat. Wir hören Lebensgeschichten, die unbeschreiblich sind und wir hören Lebensentwürfe, die wir gerne begleiten und unterstützen möchten. Wir begegnet den Menschen mit Haltung, nicht mit Stimmung. Es sind die Begegnungen mit Menschen, die wichtig und die heilsam sind.

Berthold Engelke – Vorstand Fachverband Traumapädagogik e. V.

Wir sind immer wieder irritiert bis entsetzt darüber, dass das Leid und die Leistung der Menschen, die aus ihren Ländern flüchten müssen, in der Öffentlichkeit so wenig wahrgenommen wird. Das Gleiche gilt für die Menschen, die den Flüchtenden helfen. Wir möchten dieser Abspaltung von Empathie und der Abspaltung von Gefühlen Anerkennung entgegensetzen, damit das Leid und die Leistung der Menschen, die flüchten und die Belastung und Leistung der Menschen, die helfen sichtbar werden im Sinne einer emanzipatorischen Kraft oder Bewegung.

Wilma Weis – Mitgründerin und Vorstand Fachverband Traumapädagogik e. V.

 

Der Fachverband Traumapädagogik lädt ein zum aktiven und wirkungsvollen Widerstand gegen die Gleichgültigkeit und die Arroganz gegenüber der Anerkennung der Lebensleistung geflüchteter Menschen und der Menschen, die Wunden anerkennen und geflüchteten Menschen zur Seite stehen.

Neue Formen der Unterstützung von Menschen mit Fluchterfahrung  und die Sichtbarmachung der Lebensleistungen sollen gefunden und umgesetzt werden.

 

Denkwerkstatt am 23. Februar in Frankfurt am Main

Treffen am 23. Februar 2018

10.00h bis 16.00h

Hoffmanns Höfe

Heinrich-Hoffmann-Straße 3

60528 Frankfurt am Main

Lageplan & Anreise

 

Programm

 

08:30 – 10:00 Uhr — Für Frühaufsteher: My Escape / Meine Flucht. Dokumente der Vertreibung. WDR
Eine Dokumentation ausschließlich über Handymitschnitte von geflüchteten Menschen

10:00 – 12:30 Uhr — Denkwerkstatt

12:30 – 13:30 Uhr — Mittagessen / Mittagspause

13:30 – 16:00 Uhr — Denkwerkstatt

16.00 – 16.15 Uhr — Vereinbarungen

Bitte unbedingt um kurze Rückmeldung ihres / deines Kommens unter denkwerkstatt@fachverband-traumapaedagogik.org

 

Der Fachverband Traumapädagogik kann keine Fahrkosten oder Übernachtungskosten übernehmen. Sofern eine private Schlafmöglichkeit gewünscht wird, bitten wir um Rückmeldung. Wir sind bemüht, kostenlose private Möglichkeiten zu finden, können dies jedoch nicht garantieren. Die Kosten der Verpflegung werden vom Fachverband Traumapädagogik übernommen.

Herzlichste Grüße

Wilma Weis & Berthold Engelke

  

Neuer interaktiver Blog: www.bsi-tp.de/fenster-zur-welt/

 

„Und so wünsche ich Ihnen,
bleiben Sie wild,
bleiben Sie mutig,
werden Sie nicht müde zu handeln.
Auch ich werde mein Bestes geben.“

Mely Kiya — Blogbeitrag vom 29. Juli 2018)

 

 

"Hey, ich bin normal!"

Hey, ich bin normal!

 

Herausfordernde Lebensumstände im Jugendalter bewältigen. Perspektiven von Expertinnen und Profis

Erstmalig schreiben Mädchen und junge Frauen, die herausfordernde Lebensumstände gemeistert haben, mit Profis ein Buch zum Traumaverstehen und darüber, was hilft, zurechtzukommen. Es macht Jugendlichen Mut und hilft pädagogischen Fachleuten.

»Hey, ich bin normal!« ist der Titel und gleichzeitig die Botschaft des vorliegenden Buches. Erstmalig schreiben Expertinnen für herausfordernde Lebensumstände mit Profis ein Buch für Kinder und Jugendliche und Profis zum Traumaverstehen. Die Expertinnen sind Mädchen und junge Frauen, die herausfordernde Lebenssituationen überstanden, gemeistert haben und es noch tun. Sie wissen, um was es geht. Und sie schreiben mit Profis vor allem darüber, was hilft, zurechtzukommen. Die Autorinnen haben Teile ihrer Lebensgeschichte aufgearbeitet und sich in Workshops mit den Herausgeberinnen in die traumapädagogische Theorie eingearbeitet. All dies wird so erklärt und beschrieben, dass es Kinder- und Jugendliche verstehen, daran anknüpfen können und vielleicht Mut gewinnen für eigene Wege. Ebenso ist es ein Buch für Fachkräfte in den erzieherischen Hilfen, des Jugendamtes, Therapeuten, Pflegeeltern, Menschen in Bildungseinrichtungen und viele andere mehr.

 

Diese Seite verwendet Cookies, um Ihnen die Nutzung aller Features zu ermöglichen. Durch Betätigung der Schaltfläche "Akzeptieren und weiter" oder durch die weitere Navigation durch unsere Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weiterlesen …