Herausforderung Corona — Ideen sammeln und verfügbar machen

 

Ergebnisse der Corona-Umfrage in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

 

„Dass Die Welt wegen eines Virus für kurze Zeit relativ stillgelegt war und teilweise ist, das war schon ein heftiges Erlebnis.“

so die Aussage einer Expertin aus der Befragung der Kinder und Jugendlichen. Und es geht wohl so weiter. Die Corona Pandemie ist das bestimmende Thema der letzten Monate, es gibt keinen Lebensbereich der nicht durch Einschränkungen, Verunsicherungen und Vorsicht beeinträchtig wird. Es gibt wohl niemanden, der nicht ganz persönliche Erfahrungen in der Neugestaltung sozialer Kontakte gemacht hat, der in Sorge um sich und um andere war und sich mit vielen Fragen die nahe und ferne Perspektive betreffend, auseinandersetzen musste.

Doch der Umgang mit Beeinträchtigungen und Verunsicherung birgt immer auch Raum für kreative Gedanken, Prozesse und Lösungen. Wir sind geradezu aufgefordert, sie zu suchen.  

Als Fachverband Traumapädagogik wollen wir zum einen wissen wie es den Menschen in der Jugendhilfe mit dieser Situation geht, welche Sorgen sie haben, welche Beeinträchtigungen und Belastungen sie erleben und welche kreativen Ideen und Lösungen entwickelt werden, ob Neues entstanden ist.

Orientiert an den Ebenen des Sicheren Ortes (Kinder/Jugendlichen – Mitarbeiter*innen – Leitung) haben wir Menschen in der Jugendhilfe befragt. Mit der Veröffentlichung ihrer Antworten wollen wir eine Plattform schaffen auf der die Befragten die Möglichkeiten haben ihre Situation und ihre Ideen darzustellen und auch die Weiterführung der entstanden Diskussion anzuregen. Beispielsweise zu den Fragen: „Wie können wir in unerwartet schwierigen Zeiten gut miteinander Sorge tragen“ und „Ist etwas entstanden das wir uns auch über die Zeit der Pandemie hinaus bewahren wollen.“

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Menschen die sich an dieser Umfrage beteiligt haben und freuen uns, wenn wir auch weiterhin Rückmeldungen und Anregungen zu diesem Thema von Ihnen, von Euch allen über vorstand@fachverband-traumapaedagogik.org bekommen. Die Fragebögen sind weiter unten zum Lesen und Download zu finden.

 

Und ein Experte hofft, dass die Pandemie nicht eine zu große Auswirkung in der Zukunft mit sich bringen wird. Sie wollen ihren Beitrag leisten: „Wichtig ist aber, dass eine neue Infektionswelle verhindert wird. Dafür sollte jede/jeder bereit sein, ihren/seinen Anteil dazu zu leisten.“

In diesem Sinne wünschen wir allen alles Gute.

 

 

Umfrage unter Kindern/Jugendlichen, Pädagog_innen und Leitungen

 

In diesen schwierigen Zeiten hilft es, gemeinsam zu denken und in Verbindung zu bleiben, auch wenn es mit Abstand – welchem auch immer – ist. So haben wir für stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe einen Fragebogen in die Welt geschickt, durch den wir von

  • den Mädchen und Jungen
  • den Pädagoginnen und Pädagogen
  • und den Leitungen

erfahren möchten, wie es Ihnen geht, welche Schwierigkeiten sie sehen und was sich bewährt hat. Es ist hilfreich gute Erfahrungen allen zur Verfügung zu stellen und sich gemeinsam über Schwierigkeiten auszutauschen. Von den Mädchen und Jungen wollen wir wissen, was von den guten Erfahrungen sie bewahren möchten für die Zeit nach Corona.

 

 

 

 

Studie Erwartungen Betroffener sexuellen Kindesmissbrauchs an gesellschaftliche Aufarbeitung

Wir möchten Sie auf eine hervorragende Studie im Auftrag der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs) aufmerksam machen.

"Aufarbeitung muss – auch angesichts der vorliegenden Studie – in mindestens zwei Dimensionen differenziert werden: in die individuelle Bewältigung erlebter Gewalt und in die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Strukturen und Bedingungen, die sexuelle Gewalt möglich gemacht und ihre Beendigung erschwert bzw. verhindert haben. Beide Dimensionen stehen in Zusammenhang miteinander: Ob die individuelle Bewältigung gelingt, hängt auch davon ab, wie eine Gesellschaft und ihre Institutionen bereit sind, sexuelle Gewalt und ihre Folgen ernst zu nehmen und Unterstützung bereitzustellen und zugänglich zu machen. Andererseits kann die individuelle Bewältigung für Betroffene ein Weg sein, sich an gesellschaftlichen Aufarbeitungsprozessen zu beteiligen und diese mit ihrem Erfahrungshintergrund zu bereichern und voranzutreiben, wie in den letzten beiden Jahren vor allem am Beispiel der Betroffenen beobachtet werden konnte, die Übergriffe in Kirchen und pädagogischen Institutionen erlebt und sich organisiert haben. Der Stand gesellschaftlicher Aufarbeitung wiederum bestimmt das Maß, in dem die politisch Engagierten unter den Betroffenen in diese Prozesse einbezogen werden und ob ihre Teilnahme gefördert oder behindert wird. Die Kommission sieht ihre Aufgabe in der Förderung dieser Beteiligung. Aufarbeitung kann und darf nicht ohne die Betroffenen geschehen.“

Fazit Kommission

 

 

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