Studie Erwartungen Betroffener sexuellen Kindesmissbrauchs an gesellschaftliche Aufarbeitung

Wir möchten Sie auf eine hervorragende Studie im Auftrag der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs) aufmerksam machen.

"Aufarbeitung muss – auch angesichts der vorliegenden Studie – in mindestens zwei Dimensionen differenziert werden: in die individuelle Bewältigung erlebter Gewalt und in die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Strukturen und Bedingungen, die sexuelle Gewalt möglich gemacht und ihre Beendigung erschwert bzw. verhindert haben. Beide Dimensionen stehen in Zusammenhang miteinander: Ob die individuelle Bewältigung gelingt, hängt auch davon ab, wie eine Gesellschaft und ihre Institutionen bereit sind, sexuelle Gewalt und ihre Folgen ernst zu nehmen und Unterstützung bereitzustellen und zugänglich zu machen. Andererseits kann die individuelle Bewältigung für Betroffene ein Weg sein, sich an gesellschaftlichen Aufarbeitungsprozessen zu beteiligen und diese mit ihrem Erfahrungshintergrund zu bereichern und voranzutreiben, wie in den letzten beiden Jahren vor allem am Beispiel der Betroffenen beobachtet werden konnte, die Übergriffe in Kirchen und pädagogischen Institutionen erlebt und sich organisiert haben. Der Stand gesellschaftlicher Aufarbeitung wiederum bestimmt das Maß, in dem die politisch Engagierten unter den Betroffenen in diese Prozesse einbezogen werden und ob ihre Teilnahme gefördert oder behindert wird. Die Kommission sieht ihre Aufgabe in der Förderung dieser Beteiligung. Aufarbeitung kann und darf nicht ohne die Betroffenen geschehen.“

Fazit Kommission

 

 

 

Fachtag 2020 — 7.-9. Mai, Wissensturm Linz

 

Wege zu einer traumapädagogischen Haltung
in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche

 

Auf Initiative des Fachverbandes Traumapädagogik veranstalten die Fachhochschule Oberösterreich Campus Linz und der Fachverband mit Unterstützung der Abteilung für Kinder- und Jugendhilfe des Landes Oberösterreich und in Kooperation mit dem Wissensturm eine zweitägige traumapädagogische Fachtagung in Linz.

Dabei thematisieren bekannte „Fach-Menschen“ die Frage, wie es gelingen kann, eine von Respekt und humanistischer Wertschätzung getragene traumapädagogische Haltung in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche zu entwickeln, mit Leben zu erfüllen, zu etablieren und sozialpolitisch zu verankern.

Fragen die zu dieser Fachtagung motiviert haben, sind unter anderem:

  • Wie kann Achtsamkeit, Offenheit und Verantwortungsbereitschaft durch und in einer traumasensiblen multiprofessionellen Arbeit befördert werden?
  • Wie können traumapädagogisch arbeitende Institutionen in einem teils reaktionären gesellschaftlichen Spannungsfeld hilfreich agieren und Haltungen etablieren helfen, die ausgrenzenden Werteschematas traumasensible Antworten und traumasensibles Agieren entgegenbringen können?

Karl Arthofer, Jacob Bausum, Silke Gahleitner, Michaela Mayer, Petra Siegrist, Wilma Weiß und weitere Referent_innen und Referenten aus dem multiprofessionellen psychosozialen Handlungsfeld werden gemeinsam mit den Tagungsteilnehmer_innen an den damit verbundenen Fragen und Antworten arbeiten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Über Ihr Kommen freuen sich

Thomas Wahle
Fachverband Traumapädagogik
Marianne Forstner
FH OÖ Campus Linz

 

Weiterführende Links:

Alle Infos zur Veranstaltung auf der Homepage der FH Oberösterreich

Programmübersicht

Anmeldung & Teilnahmegebühr

 

Fachtag 2020 - Wege zu einer traumapädagogischen Haltung in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche

 

"Hey, ich bin normal!"

Hey, ich bin normal!

 

Herausfordernde Lebensumstände im Jugendalter bewältigen. Perspektiven von Expertinnen und Profis

Erstmalig schreiben Mädchen und junge Frauen, die herausfordernde Lebensumstände gemeistert haben, mit Profis ein Buch zum Traumaverstehen und darüber, was hilft, zurechtzukommen. Es macht Jugendlichen Mut und hilft pädagogischen Fachleuten.

»Hey, ich bin normal!« ist der Titel und gleichzeitig die Botschaft des vorliegenden Buches. Erstmalig schreiben Expertinnen für herausfordernde Lebensumstände mit Profis ein Buch für Kinder und Jugendliche und Profis zum Traumaverstehen. Die Expertinnen sind Mädchen und junge Frauen, die herausfordernde Lebenssituationen überstanden, gemeistert haben und es noch tun. Sie wissen, um was es geht. Und sie schreiben mit Profis vor allem darüber, was hilft, zurechtzukommen. Die Autorinnen haben Teile ihrer Lebensgeschichte aufgearbeitet und sich in Workshops mit den Herausgeberinnen in die traumapädagogische Theorie eingearbeitet. All dies wird so erklärt und beschrieben, dass es Kinder- und Jugendliche verstehen, daran anknüpfen können und vielleicht Mut gewinnen für eigene Wege. Ebenso ist es ein Buch für Fachkräfte in den erzieherischen Hilfen, des Jugendamtes, Therapeuten, Pflegeeltern, Menschen in Bildungseinrichtungen und viele andere mehr.

 

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