Titelbild Traumapädagogik e.V.

Willkommen bei der AG traumapädagogisch diagnostisches Verstehen

Die "AG traumapädagogisch diagnostisches Verstehen" hat sich 2013 gegründet. Unser Anliegen war die Entwicklung von Standards, die pädagogischen Fachkräften helfen, junge Menschen mit lebensgeschichtlichen Belastungen und traumatischen Verletzungen in einem diagnostischen Sinne besser zu verstehen. Durch ein traumasensibles Verstehen und eine traumapädagogische Diagnostik wird Ohnmacht und Hilflosigkeit sowohl  bei den jungen Menschen als auch bei Mitarbeiter_innen und Teams reduziert, tragfähige Handlungsoptionen entstehen und es wird  traumaorganisierter destruktiver Dynamik entgegengewirkt.

Eine zentrale Grundlage  ist die traumapädagische Haltung im Verstehendprozess. Diese zusammen mit traumapädagogische Professionalität betrachten wir als Voraussetzung, aus der heraus Diagnostik durchgeführt bzw. eine Lebensgeschichte betrachtet und erkundet wird.

Wir sehen traumapädagogich diagnostisches Verstehen als Prozessarbeit über die gesamt Zeit einer Betreuung und nicht als zeitlich begrenzte Einstiegsdiagnostik im klassischen Sinne. Wir verstehen es als eigenständige Disziplin neben der klinische therapeutisch/psychiatrischen (Leistung-) Diagnostik und nicht konkurrierend zu ihr. Dabei liegt der Fokus auf den pädagogischen Verständnis- und Handlungsrahmen.

Im Laufe unseres Arbeitsprozesses ist deutlich geworden, wie bedeutsam und vorrangig das Selbstverstehen der begleiteten jungen Menschen ist. „Es gilt gemeinsam mit den Kinder/ Jugendlichen und ggfls. mit den Herkunftssystem den Guten Grund oder mehr noch das ‚Konzept des guten Grundes‘ zu finden, zu erkunden, zu erfassen und dadurch zu verstehen. Dabei bleiben die Kinder/Jugendlichen immer die Expert_innen für den Umgang mit ihren belastenden Lebenserfahrungen.“ (aus: Traumapädagogisch diagnostisches Verstehen – Eine Positionspapier des Fachverband Traumapadagogik – Netzwerk für psychosoziale Fachkräfte e.V., 2017, S. 15)

Die in der AG erarbeiteten Standards wurden als Positionspapier mit einem darauf thematisch abgestimmten Fachtag des Fachverbandes Traumapädagogik im November 2017 vorgestellt. Diese Standards können (hier = link) eingesehen werden.

Mit dem Positionspapier beschreiben wir Standards für ein traumapädagogisch diagnostisches Verstehen. Daran anknüpfend hat die AG traumasensible Methoden zusammengetragen, die den gemeinsamen Verstehensprozess unterstützen und befördern sollen. Diese Sammlung wird gerade in einem Werkbuch verarbeitet, dessen Veröffentlichung für Ende 2019 geplant ist.

Die AG traumapädagogisches Verstehen trifft sich 5-6 mal im Jahr. Der Ort für die Treffen wird wechselnd festgelegt. Die Treffen sind 1-2tägig.

Wir freuen uns über alle interessierten Mitglieder des Fachverbandes, die Lust auf eine Mitarbeit in unserer AG haben. Dennoch und aus Erfahrung haben wir uns entschlossen, in laufende Arbeitsprozesse keine neuen  Teilnehmer_innen aufzunehmen. Eine Öffnung der AG und damit ein Einstieg wird erst wieder etwa Sommer 2019 möglich sein. Dann freuen wir uns über jeden Neuen / jede Neue.  

Nehmen Sie gerne Kontakt auf, wenn Sie

  • Anregungen und Impuls für uns haben
  • Kritische Stellungnahmen einbringen möchten
  • Interesse an einer Mitarbeit geweckt ist


Kontakt: Hedi Gies, Sprecherin AG traumapädagogisch diagnostisches Verstehen

 

Diese Seite verwendet Cookies, um Ihnen die Nutzung aller Features zu ermöglichen. Durch Betätigung der Schaltfläche "Akzeptieren und weiter" oder durch die weitere Navigation durch unsere Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weiterlesen …